Es gibt Tage, da verliert man…
Der Auftakt zur FLA 2010 verlief für die Panthers alles andere als erfreulich. Die drei Spiele gegen die FlagDragons, die Vienna Vipers und die Vienna Vikings wurden allesamt verloren, wobei die Niederlagen zum Teil sehr deutlich ausfielen. Zu allem Überfluss blieb das Team wieder einmal nicht vom Verletzungspech verschont.Schon die Wettervorhersage für den ersten Spieltag der FLA 2010 ließ ungemütliche Spiele erwarten. Immerhin wurden starker Regen, Windböen und Höchsttemperaturen von 8 Grad prognostiziert. Leider hielten die Matches, was das Wetter versprach – trübe Verhältnisse.
Panthers – Dragons 13:53
Zum dritten Mal in vier Saisonen begannen die Panthers die Saison gegen die FlagDragons. Im Vorfeld erwarteten die Panthers ein knappes Spiel, immerhin war man in den vergangenen Saisonen immer ähnlich stark. Früh im Spiel zeigte sich jedoch, dass sich die Kräfteverhältnisse 2010 wohl etwas verschoben haben. Früh konnten sich die Dragons eine komfortable Führung herausspielen. Vor allem die Panthers-Defense fand kaum ein Rezept gegen die starken Dragons-Receiver, während die Offense außer mit den Gegnern auch mit den Verhältnissen zu kämpfen hatte. Viele Pässe wurden vom Wind verweht und viele fangbare Bälle aufgrund des Regens fallen gelassen. Noch vor Ende der ersten Halbzeit stieß Panthers-Center Leander Sandner unglücklich mit seinem Knie gegen das Knie eines Gegenspielers und musste das Spielfeld verletzt verlassen. In der zweiten Hälfte konnten die Dragons das Spiel locker herunterspielen und am Ende gab es mit einem 13:53 das mit Abstand deutlichste Ergebnis in einem Spiel der beiden Rivalen.
Panthers – Vipers 07:45
Im zweiten Spiel des Tages wartete mit den Vienna Vipers der Vizemeister der Vorsaison. Nachdem die Panthers ihre erste Angriffsserie durchbrachten und 07:00 in Führung gehen konnten, überschlugen sich die Ereignisse. Im dritten Offense-Play der Vipers kam Panthers-Defender Benedikt Hackauf Vipers-Quarterback Felix Wasshuber beim Blitzen etwas zu nahe und wurde von diesem mit dem Ellenbogen an der Stirn getroffen. Ergebnis aus diesem Zusammenstoß: Platzwunde am Kopf, Rettung, Behandlung im Krankenhaus. Wenige Plays später verletzte sich der Vipers-Quarterback selbst. Ohne Feindeinwirkung erlitt er eine Knochenabsplitterung im Becken. Die Panthers möchten an dieser Stelle gute Besserung wünschen. Während die beiden Spieler gleich gemeinsam mit der Rettung abtransportiert wurden, ging am Spielfeld das Geschehen weiter. Nach der kurzzeitigen Führung der Panthers, ließen die Vipers nichts mehr anbrennen und gewannen am Ende ganz deutlich.
Panthers – Vikings 26:44
Im letzten Spiel des Tages trafen die Panthers auf die Vienna Vikings, gegen die man im Vorjahr zwei extrem knappe Partien gespielt hatte. Im Gegensatz zu den ersten beiden Spielen des Tages konnten die Panthers gegen die Vikings besser mithalten. Bis zur Halbzeit hatten sich aber auch die Vikings um zwei Touchdowns abgesetzt. In der zweiten Hälfte musste mit Rookie Christoph Windisch ein weiterer Spieler w.o. geben. So musste Rudolf Edlbauer, ein Rookie, der bis dahin in der Offense im Einsatz war in die Defense wechseln. Dort bewies er gleich sein Talent und schaffte insgesamt drei Sacks. Auch sonst konnten die Panthers in der zweiten Hälfte ordentlich dagegen halten. Im Endeffekt setzte es aber auch hier eine Niederlage, jedoch nach dem spielerisch und kämpferisch besten Spiel des Tages.
Resümee:
Die Panthers mussten am ersten Spieltag einsehen, dass sie gegenüber anderen Mannschaften noch einiges aufzuholen haben. Durch die vielen neuen Spieler und Positionswechsel innerhalb des Teams fehlt offensichtlich noch einiges an Eingespieltheit. Auch konnten wegen der fehlenden Routine der Ausfall von zwei Startern vor dem Spieltag, sowie die Verletzungen während der Matches nicht hunderprozentig kompensiert werden. Nun heißt es für die Panthers natürlich, die ersten Spiele abzuhaken, weiter zu arbeiten und nach vorne zu blicken. Vielleicht sieht die Flag-Welt in zwei Wochen in Graz schon ganz anders aus.